{"id":179,"date":"2013-10-16T10:06:20","date_gmt":"2013-10-16T10:06:20","guid":{"rendered":"http:\/\/karin.unkrig.de\/?page_id=179"},"modified":"2017-08-30T22:10:08","modified_gmt":"2017-08-30T22:10:08","slug":"drei-minuten-fur-eine-titelzeile","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/karin.unkrig.de\/?page_id=179","title":{"rendered":"Drei Minuten f\u00fcr eine Titelzeile"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-186\" src=\"http:\/\/karin.unkrig.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DreiMinuten_Titelzeile_1.jpg\" alt=\"DreiMinuten_Titelzeile_1\" width=\"180\" height=\"154\" \/><\/p>\n<p>November 2000: die Konjunktur zeigt nach oben, der IT- Bereich boomt, Chrampfen ist angesagt. Und da verk\u00fcndet der neue Leiter von \u00abOrganisation und Management\u00bb des IAP Z\u00fcrich: \u00abEs gibt ein Leben neben dem Job\u00bb. Ein \u00abnoch\u00bb hat er vorsichtshalber eingeschoben (er weiss, woher die Br\u00f6tchen? in seinem Fall die Beratungsauftr\u00e4ge? kommen &#8230;). Dennoch handelt es sich um eine mutige Aussage! W\u00e4hrend die meisten in den ersten 100 Tagen entweder abtauchen oder immerfort von\u00a0 \u00abHerausforderung\u00bb und \u00abInnovation\u00bb sprechen, relativiert er das Ganze.<\/p>\n<h2>Was dann?<\/h2>\n<p>Die Haltung von Dr. Christof Baitsch beruhigt. Zudem haben sich die Zeichen der Zeit mittlerweile korrigiert: Der Weltmarkt ist weniger \u00abaufgepeitscht\u00bb, die New Economy hat an Zauber verloren, diverse Manager\/innen nehmen ihren Reformeifer zur\u00fcck. Andererseits stellt sich die Frage: Was passiert, wenn man nachdenkt? Was bleibt an Leben, neben dem Job?<br \/>\nViele fl\u00fcchten sich in die Arbeit, studieren Akten in der Nacht, erledigen Pendenzen \u00fcbers Wochenende, richten den gesamten Lebensstil auf den Beruf aus. Den inneren Verlust an pers\u00f6nlichen Dingen bemerken sie erst gar nicht (oder nehmen die Einengung von Interessen bewusst in Kauf). Zeit ist knapp, Business und Betriebsamkeit gehen vor. Arbeit wird zum Zwang, manchmal auch zum Vorwand oder Ersatz.<\/p>\n<h2>Flucht vor der freien Zeit<\/h2>\n<p>Wenn das Wort \u00abFerien\u00bb f\u00e4llt, werden etliche durchgesch\u00fcttelt. Nur nicht darauf antworten m\u00fcssen &#8230; L\u00f6ste fr\u00fcher allein das Stichwort \u00abUrlaub\u00bb Stirnrunzeln aus (\u00abder\/die ist wohl doch nicht so ambitioniert &#8230;\u00bb), hat es Kollegin X doch tats\u00e4chlich gewagt, auf drei Wochen Kreta zu bestehen. Sie reist ab, ohne Karriereknick oder Gesichtsverlust!<br \/>\nDabei w\u00fcrde es die Arbeitsmenge zulassen. Aber was ist, wenn nachher ein ehrgeiziger Neuling auf meinem Stuhl sitzt? Oder ich mir \u00fcberlegen muss: Welche B\u00fccher m\u00f6chte ich lesen, welche Ausfl\u00fcge unternehmen, welche Leute sehen? Am Strand sollte ich mich mit den Kindern besch\u00e4ftigen (die mir fremd geworden und inzwischen Jugendliche sind). Abends, bei Kerzenlicht, verlangt die Partnerin eine Aussprache \u00fcber die Aufteilung Job-Haushalt.<\/p>\n<h2>Job und Leben<\/h2>\n<p>Sich aktiv mit Beziehungen besch\u00e4ftigen? W\u00fcrde viel bringen, auch f\u00fcrs Gesch\u00e4ft: z.B. soziale Kompetenz, Kommunikationsf\u00e4higkeit, Teamgeist. Wer aus der Reihe tanzt, lebt intensiver, nicht unbedingt konfliktfrei\u00a0\u2013 aber authentischer. Und muss nicht pl\u00f6tzlich feststellen, was Bruno Franzen, fr\u00fcherer Interhome-Chef, letzthin im \u00abTages-Anzeiger\u00bb verk\u00fcndete: \u00abEine Manager-Ehe bedeutet gemeinsam einsam zu sein\u00bb. Das ist dann gar kein Leben mehr!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>November 2000: die Konjunktur zeigt nach oben, der IT- Bereich boomt, Chrampfen ist angesagt. 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