{"id":180,"date":"2013-10-16T10:10:04","date_gmt":"2013-10-16T10:10:04","guid":{"rendered":"http:\/\/karin.unkrig.de\/?page_id=180"},"modified":"2017-08-27T20:09:48","modified_gmt":"2017-08-27T20:09:48","slug":"drei-minuten-fur-eine-titelzeile-2","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/karin.unkrig.de\/?page_id=180","title":{"rendered":"Drei Minuten f\u00fcr eine Titelzeile"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-188\" src=\"http:\/\/karin.unkrig.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/3min_titelzeile.jpg\" alt=\"3min_titelzeile\" width=\"200\" height=\"207\" \/><\/p>\n<p>20. April 2000: \u00abChappi wird B\u00fcrogummi\u00bb verk\u00fcndet der Aushang der Gratiszeitung \u00abMetropol\u00bb. Auf Seite 13 wiederholt sich die \u00dcberschrift. \u00abB\u00fcrogummi Chapuisat\u00bb steht als Titel \u00fcber einem Artikel, welcher ein Schnupperpraktikum des Goalgetters bei der Credit Suisse zum Inhalt hat. Um die Verletzungspause zu \u00fcberbr\u00fccken und \u00abeinen Einblick ins Gesch\u00e4ftsleben zu erhalten\u00bb schlage der St\u00fcrmer seine Haken jetzt am Computer.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Kurz sind sie, die \u00dcberschriften (oft auch verzerrt und einseitig). Einem naiven Neuling entspricht der kaufm\u00e4nnische Angestellte mitnichten; das mit dem eidgen\u00f6ssischen F\u00e4higkeitsausweis erfahren wir allerdings erst im Kleingedruckten.[1]<\/p>\n<p>Der Text \u00e4ussert sich mit keinem Wort zum\u00a0 \u00abEasy-B\u00fcroleben\u00bb. Die Mimik des Kickers l\u00e4sst eher auf eine F\u00fclle neuer Eindr\u00fccke und Aufgaben schliessen. Nichts von D\u00f6sen im bequemen Sessel, gem\u00fctlichen Konferenzrunden oder stundenlangem Kaffeeplausch. Genau dies suggeriert jedoch die despektierliche Schlagzeile\u00a0&#8211; und haut damit in die Kerbe l\u00e4ngst vergessen geglaubter Vorurteile: Wer&#8217;s leicht haben will, w\u00e4hlt einen Administrativ-Job.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Abgesehen davon, dass sich in der heutigen Zeit immer mehr T\u00e4tigkeiten hin zum Schreibtisch verlagert haben, gilt nunmehr ein anderes Klischee: \u00abB\u00fcrohengste\u00bb sind die mit den sportlich Wagen, der klassischen Kleidung, den langen Arbeitstagen, den kurzen Wochenenden, der fremd gewordenen Familie und den toughen Entscheidungen[2].<br \/>\nAuch in dieser Beziehung unterscheidet sich St\u00e9phane Chapuisat nicht von anderen Topshots. Ausser, dass sein Name bekannter, der Backoffice-Einsatz k\u00fcrzer und er schon immer ein besserer Drippler gewesen ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die dreimonatige Verletzungspause ist mittlerweile vorbei. Der Ballk\u00fcnstler hat sich neben dem gr\u00fcnen Rasen gut zurecht gefunden, die \u00abNacht des Schweizer Fussballs\u00bb geplant, ein CS-Team an das L\u00e4nderspiel gegen Deutschland begleitet und hautnah erlebt, was \u00abSponsoring Services\u00bb heisst. Schade, dass selbst der Pressedienst des Grasshopper-Club der Stage seines Spitzenspielers wenig abgewinnen kann. Zitat: \u00abEs gibt dazu wirklich nicht viel zu sagen &#8230;\u00bb<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>[1] Nicht ohne Grund hat ihm Rainer E. Gut, CS-Verwaltungsrats-pr\u00e4sident und GC-Sponsor, nach Ende der Fussballkarriere eine berufliche Zukunft in der Grossbank zugesichert!<\/p>\n<p>&nbsp;<br \/>\n[2] Martin Suter, Business Class, DIE WELTWOCHE, Nr. 29\/2000<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>20. April 2000: \u00abChappi wird B\u00fcrogummi\u00bb verk\u00fcndet der Aushang der Gratiszeitung \u00abMetropol\u00bb. 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